Weihnachten in Ecuador

Als erstes möchte ich euch ein frohes neues Jahr wünschen und hoffe, dass ihr eure Feiertage genießen konntet.

Ich werde euch jetzt ein wenig zur Weihnachtszeit in Ecuador und zum Fest selber erzählen. Natürlich kann ich nur aus meinen aktuellen Erfahrungen und Erlebnissen berichten. 

In Weihnachtsstimmung konnte ich dieses Jahr irgendwie noch weniger kommen als in Deutschland. Ich meine wie auch, wenn es über 24°C warm ist? -Nicht das ich mich beschweren würde, ich find‘ das Wetter nicht so schlecht aber wenn mal halt Minusgrade und Schnee (ok..Schneeregen) gewohnt ist, sind so sommerliche Temperaturen doch sehr verwirrend.

Gearbeitet habe ich bis zum 23., was ja jetzt nicht so ungewöhnlich ist. Aber was mich auch ein bisschen davon abgebracht hat in Weihnachtsstimmung zu kommen, war die „Weihnachtsstimmung“. Ich war den ganzen Dezember lang schon irgendwie ein bisschen traurig und nicht so gut gelaunt. Erst wusste ich nicht wirklich warum aber ich glaube es liegt einfach an Heimweh und daran, dass ich in dieser Zeit des Jahres meine (nähere) Familie und Freunde vermisst habe bzw. immer noch vermisse.

Ja…Ein Auslandsjahr ist nicht immer so einfach wie man das gerne hätte.

Aber zurück zum Fest und den Vorbereitungen.

Seit gefühlt Oktober ist die Innenstadt mit allen möglichen bunten Weihnachtslichtern „verschönert“. Ich steh ja nicht so auf bunte-blinke-Lichter. Wobei ich natürlich zugeben muss, dass manche ganz schön und gemütlich aussehen.

Auch im Büro sind seit Ende November alle im Weihnachtswahn. Man macht hier echt für alles einen Wettbewerb. Schönste Krippe, schönstes Weihnachtskostüm, bester Chor etc. find‘ ich persönlich ein bisschen Zweckentfremdet. Aber gut. Andere Länder, andere Sitten.

Mit dem Dezember kommen dann auch die „Pases del niño“. Das sind Umzüge bei denen sich die Leute die dort mitlaufen in Traditionelle Kostüme werfen. Dazu zählen Hirten, Joseph, Maria und natürlich das Jesulein 😉 . Auf den Bildern seht ihr einen dieser Umzüge. Im laufe des Monats wurden die Umzüge immer größer. Anfangs trifft man auf Umzüge mit vielleicht 50 Personen am 24.12 jedoch ist der Pase del niño von der Größe her mit einem uns bekannten Karnevalsumzug zu vergleichen. Hier werden übrigens auch Süßigkeiten verteilt. 🙂 Ich konnte leider nicht zum Hauptumzug gehen weil wir ein anderes Weihnachtsprogramm hatten. Ich habe aber im laufe des Dezembers ca. 5 kleinere gesehen.

Jetzt kommen wir zum besten Teil. Den Grund warum wir alle ab einem gewissen Alter Weihnachten so gerne feiern. Das Essen.

Jesus, was hab ich wieder gegessen. 😀 hahah. Neben Gans (was jetzt nicht so mein Lieblingsessen ist) gab es meinen Hauptgrund aufzustehen. „Pernil“. Wenn ich den Erfinder dieser Speise ausfindig mache, werde ich ihm definitiv gratulieren. Ja ich denke das würde ich machen 😀 . Pernil ist… ja was ist es eigentlich? Im Rauch geräuchertes Schweinefleisch. Fragt nicht wie genau das zubereitet wird, das überschreitet meine Chefkoch-künste. Das wird dann  mit Kartoffeln, Reis, Salat und  Mais gegessen. Und Cola.

Am 24. haben wir nicht wirklich gefeiert. Ich habe für die Kids eine Schnitzeljagd gemacht und am Abend gab es was leckeres zu essen. „Größer“ gefeiert haben wir dann am 25. in „Paute“ bei meiner Oma in ihrem Haus.

Einen 2.Weihnachtstag (26.12) kennt man hier leider nicht, deswegen war mein Weihnachten schon früher zu Ende als gewohnt.

Zusammenfassend

ne…kann ich eigentlich nicht so schreiben, komme mir sonst wie in einer deutsch Klausur vor.

Ich muss ehrlich gestehen, dass mir Weihnachten in Deutschland doch mehr gefällt als hier. Vielleicht ist das aber auch nur, weil ich meine „Familie“ nicht da hatte. (Also wenn ich Familie sage, meine ich meine Mama, meinen Pa, meinen Bruder und meine Großeltern. Einfach die Leute, die ich seit ich denken kann an Weihnachten bei mir habe. Klar bin ich hier auch bei meiner Familie…aber es ist trotzdem irgendwie anders.)                                         Für mich war es auch einfach seltsam, Weihnachten am Tag zu feiern und nicht am Abend. Ohne offizielle Geschenke Übergabe und all die Traditionen die wir in Deutschland so pflegen.

Es war einfach mal was anderes.

So ich will diesen Bericht jetzt aber auch nicht noch mehr in die Länge ziehen und beende diesen Artikel jetzt hiermit. Mein nächster wird dann wohl Sylvester in Ecuador.

 

 

 

 

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