ETAPA Educacion Ambiental

Endlich, einen Monat bevor mein Praktikum bei ETAPA-EP endet schaffe ich es auch mal hier zu beschreiben was ich eigentlich so den ganzen Tag lang mache.

Etwas was ich schon seit Monaten machen wollte aber irgendwie nie geschafft habe, weil ich unbedingt ein Video machen wollte und es nie geschafft habe, weil mein Video-bearbeitungs Programm nicht gerade das beste ist.

Aber gut…kommen wir mal auf den Punkt.

-Was mache ich überhaupt?

ETAPA-EP ist hier in Cuenca für Trinkwasser, Abwasser, Telekommunikation also Internet, Telefon etc. verantwortlich. Zusätzlich kümmert sich ETAPA um den örtlichen Nationalpark Cajas. Dazu kauft die staatliche Firma immer wieder Privatgrundstücke auf und fügt sie dem Nationalpark hinzu. fotor_24

Der Park ist so wichtig für die Stadt Cuenca, da er die Trinkwasserversorgung garantiert. In dem Park wachsen nämlich verschiedene Pflanzen, welche Wasser sammeln und nach und nach wieder frei geben. Aus den Tropfen bilden sich kleine Pfützen welche zu Bächen werden, welche wiederum zu einem Fluss heranwachsen oder sich in einem See sammeln. Zu den Pflanzen gehören verschiedene Moosarten, wie auch Paja.

Vor ca 300.000 Jahren war das Gebiet ein riesiger Gletscher. Als die Temperatur weltweit anstieg, schmolz das Eis und bildete riesige Eiszungen, welche sich einen Weg in tiefer gelegene Orte bahnte. Der Park liegt nämlich auf einer Höhe von ca 3100M-4450M über dem Meeresspiegel. Dadurch entstanden die typischen Talformen des Cajas. Die Region hat auch daher seinen Namen. Das Wort „Caxas“ stammt aus dem Quichua, der Sprache der Ureinwohner und bedeutet soviel wie „Kalt“ oder „Tor zur Kälte“. Und auch 300.000 Jahre nach der Eiszeit ist es dort oben immer noch sehr kalt. Die durchschnittliche Temperatur liegt bei 6°C. Ab und zu fällt auch ein wenig Schnee im Cajas. Dieser bleibt aber selten länger als einen Tag liegen.

Heute bietet die Region vielen verschiedenen Tierarten ein zu Hause. Darunter dem Condor (welcher leider durch Jagt vom Aussterben bedroht ist). Auch der Puma und der Brillenbär sind im Park zu Hause. Zusätzlich findet man eine enorme Vielfalt von Reptilien, Vögeln und Amphibien.

  • Meine Arbeit besteht darin, in die städtischen Schulen zu gehen und Umweltunterricht zu geben. Das Programm „agua para todos“ (Wasser für alle) besucht Jährlich 40 verschiedene Schulen in der Stadt. Darunter Private aber bevorzugt öffentliche Schulen. Zusätzlich gibt es das Programm „agua vida“ ( Wasser Leben) welches 35 weitere Schulen in den ländlichen Gegenden besucht. Ich bin jedoch nur in der Stadt unterwegs. Das Unterrichtsmaterial ist für die 5. und 6. Klassen der Grundschule vorgesehen (die Grundschule geht hier bis zur 8. Klasse). Die Kinder erhalten neben einer Uniform welche nur die Gruppe erhält auch ein Arbeitsheft in denen spielerische Aufgaben enthalten sind welche ihnen beibringen wie man das Wasser sauber hält oder den Müll trennt etc. Die ausgewählten Gruppen heißen ECO-GRUPO und sind die „guardianes del agua“ (Beschützer des Wassers). Die Uniform besteht aus einer leichten Weste, welche die Kinder in den Pausen anziehen und auf dem Schulhof darauf achten, dass keiner Müll auf den Boden wirft oder an den Wasserhähnen darauf achtet, dass diese immer gut verschlossen bleiben und kein Kind unnötig Wasser verschwendet. Jede Schule wird einmal pro Woche von einem der 3 Lehrer besucht. Zusätzlich werden in diesem Jahr 2-3 Ausflüge gemacht. Der erste Ausflug geht in den Nationalpark Cajas, welcher ca. 40 Minuten von der Stadt entfernt liegt. Dort wird der See „la Toreadora“ besucht oder man geht zu dem etwas tiefer gelegenen See „Llaviuco“. Dort verbringen die Kinder einen Schultag und erhalten Unterricht in der Natur. Dort lernen sie, wo das Wasser für ihre Stadt herkommt und über die Tiere die dort leben und wieso es wichtig ist, diesen Ort zu schützen und zu erhalten. Der zweite Ausflug geht in Das Trinkwasseraufbereitungswerk und zur örtlichen Kläranlage. Dort lernen die Kinder, wie das Wasser aufbereitet wird damit man es trinken kann und was am Ende mit dem Wasser passiert nachdem es benutzt wurde und bevor es wieder dem Fluss beigefügt wird. Der 3. Ausflug wird nicht immer realisiert. Doch der 3 Ausflug geht zur Müllheide. Dort lernen die Kinder was mit dem ganzen städtischen Abfall passiert. Am Ende des Jahres erhalten die Kinder eine Urkunde, welche sie offiziell als Guardianes del Agua anerkennt. Das Arbeitsheft was sie erhalten haben, wird korrigiert und benotet. Diese Note wird mit der Note des normalen Biologie Unterrichts verrechnet. Stellt sich ein Kind in dem gesamten Jahr also sehr gut an und gibt eine ordentliche Mappe ab, erhält es eine gute Note auf dem Zeugnis.

Ich hoffe ich konnte ein paar eurer Fragen beantworten und ihr konntet euch ein Bild von dem machen, was ich hier eigentlich so mache. Zusätzlich habe ich euch ein kleines Video zusammengestellt. Es sind die ersten Versuche von mir auf Youtube groß durchzustarten 😉 also erwartet bitte nicht zu viel 😀

Ich habe euch mitgenommen an die kleine Privatschule „los Andes“welche auch meine Lieblingsschule ist. Ich mag diese Schule so gerne, weil sie so klein ist (Grundschule + Weiterführendeschule: 364 Schüler) Das Ambiente ist einfach so angenehm. Jeder kennt jeden und die Lehrer haben teilweise ein freundschaftliches Verhältnis mit den Schülern, was ich sehr angenehm finde. An der Schule habe ich auch mit dem Abijahrgang ein Krunstprojekt gemacht. Wir haben eine Wand in der Schule bemalt. Natürlich mit einem Motiv, welches etwas mit Wasser und der Natur zu tun hat 😉

So und hier ist der Link zu meinem ersten VLOG. Viel Spaß dabei 🙂

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